Österreichweiter Trend auch in Maishofen fortgesetzt

Futterknappheit und die Unsicherheit in der Branche durch das Auftreten des großen Beutegreifers führten zu einem gedämpften Versteigerungsverlauf, welcher sich auch bereits bei den Märkten in ganz Österreich abzeichnete.

Am Samstag den 19.10.2019 fand die diesjährige Herbstversteigerung des Salzburger Landesverbandes für Schafe und Ziegen statt. Insgesamt wurden 147 Schafe und 197 Ziegen aufgetrieben. Die Kommissionen bewerteten und klassifizierten die Tiere in gewohnt fachkundiger Manier. Somit konnte pünktlich um 11.30 Uhr mit der Versteigerung der Schafe begonnen werden.

Im Wirtschaftsrassen- und Fleischrassenbereich konnten aus den oben genannten Gründen mehrere Tiere nicht verkauft werden bzw. erreichten niedrige Preise. Bedenklich ist, dass Tiere, die kurz vor einer Ablammung stehen oder mit Lamm bei Fuß versteigert wurden, keinen entsprechenden Absatz fanden. Einige züchterisch hochwertige Tiere konnten jedoch entsprechende Preise erzielen. Wie zum Beispiel der teuerste Tiroler Bergschafwidder von Erich Gschwandtner, Pfarrwerfen. Dieser wurde von Hansjörg Reinhart aus Zirl (T) ersteigert. Oder der teuerste Jura Widder, welcher von Josef Gruber, Großarl angekauft wurde. Züchter dieses Widders ist Hannes Schmeissl aus Spital am Pyhrn.

Gut gestaltete sich der Verlauf bei den gefährdeten Rassen der Braunen Bergschafe und Alpinen Steinschafe. Das teuerste Braune Bergschaf wechselte von der ZG Maria Ellmauer und Simon Egger aus Eschenau zu Johann Mayer nach Bad Ischl. Den höchsten Zuschlagspreis der Braunen Bergschaf Widder erzielte die Katalognummer 35 von Martin Pletzenauer, Leogang. Dieser Widder wurde ebenfalls von Johann Mayer aus Bad Ischl angekauft. Den Tageshöchstpreis bei den Alpinen Steinschafen erreichte das Jungschaf von DI Mathias Kinberger, Zell am See, welches von Sebastian Eder aus Flaurling (T) ersteigert wurde. Die Katalognummer 30 von DI Adalbert Böker aus Ottensheim (OÖ) wurde als teuerster Widder der Alpinen Steinschafe zu Johannes Hasenauer nach Hinterglemm verkauft.

Die Versteigerung bei den Ziegen verlief im Gegensatz dazu etwas zufriedenstellender. Vor allem die Tauernschecken Höchstpreise. Der Absatz der Böcke ist nach der Bockversteigerung im August erwartungsgemäß immer etwas erschwert.

Den Tageshöchstpreis erzielte die Tauernschecken Ziege von Ramona u. Stefan Breitfuß, Viehhofen. Diese wechselte zu Peter Exenberger nach Westendorf (T). Die teuerste Pinzgauer Ziege wurde von Robert Resch, Faistenau angekauft. Verkauft wurde diese von Thomas Öschlberger aus Seekirchen. Die beiden Pfauenziegen von Christian Kirchner und Josef Berger gingen zum gleichen Preis nach Kärnten bzw. Osttirol. Die teuerste Pinzgauer Strahlenziege wurde von Franz Brugger, Uttendorf zu Manuel Kirchmair, Polling (T) verkauft. Die zwei aufgetriebenen Gemsfarbigen Gebirgsziegen gingen vom Züchterstall Roland Kröll aus Bruck zu Susanne Staudacher nach Flattach (K).

Zu hoffen ist, dass sich der Markt bei den Schafen über den Winter wieder stabilisiert und im Frühjahr ein besseres Versteigerungsergebnis erzielt werden kann.