Intensive züchterische Arbeit – Preislich belohnt

Für die diesjährige Bockversteigerung am Samstag, 5. August 2017 in Maishofen waren insgesamt 114 Böcke der Rassen Tauernschecken, Pinzgauer Ziege und der Walliser Schwarzhalsziege gemeldet.
 
Bei den erhaltungswürdigen Rassen ist es eine große Herausforderung, den für sich gefälligen Bock mit guter Abstammung und einer möglichst geringen Verwandtschaft zur eigenen Herde zu finden.
 
Vom Verband werden dazu entsprechende Anpaarungsempfehlungen errechnet und den Zuchtbetrieben zur Verfügung gestellt.
 
Deshalb sind bzw. müssen alle zur Körung vorgestellten Böcke bereits auf beide Elternteile abstammungsgesichert sein. Züchterisch ist die Abstammungssicherung der zentrale Punkt, denn Ziegen sind Herdentiere und auf der Alm gibt es scheinbar doch manchmal Sünden.
 
Im besonderem werden die Böcke nur aus den besten weiblichen Tieren, die anerkannte Bockmütter sein müssen, gezogen. Für die Aufzucht der Böcke, die separat gehalten werden müssen ist natürlich ein entsprechend großer Aufwand notwendig. Deshalb ist es für die Züchter immer erfreulich, wenn dieser Aufwand auf der Versteigerung auch entsprechend abgegolten wird.
 
Das Angebot und die Gesamtqualität waren sehr gut, da die Kommissionen in ihrer Bewertung sehr strenge Maßstäbe ansetzte.
 
Der Rasse Pinzgauer Ziege ist es gelungen einen größeren Block von Böcken auf die Versteigerung zu bringen, wobei insbesondere durch den gezielten Einsatz der künstlichen Besamung, alte Bocklinien wiederbelebt werden konnten.
 
Den Spitzenpreis der Pinzgauer Ziegen Böcke erzielte der von Johannes Bernsteiner, Piesendorf angebotene Jungbock AT 168.409.460 mit einem Zuschlagspreis von  € 740. Käufer: Andrea und Thomas Egger, Stuhlfelden.
 
Bei der Rasse Tauernschecken differenzierten sich die Preise anhand der Bocklinien noch stärker. Der von Agnes und Anton Huber, Haus in der Steiermarkt angebotene Jungbock AT 568.096.560 wechselte mit dem überraschenden Preis von € 2.700 den Besitzer. Käufer dieses hervorragenden Zuchttieres ist Johannes Rainer, ein bekannter Tauernschecken Züchter, aus Rauris.
 
Besonders ist noch hervorzuheben dass der Zuchtbetrieb Johann Wallner, Rauris drei Jungböcke anbot und für diese hervorragenden Böcke einen Durchschnittspreis von € 1.340 erzielte.
 
Im Gegenzug konnte Johann Wallner, Rauris seinen gewünschten Jungbock AT 646.574.330 um  € 2.380 von Rupert Hasenauer, Hinterglemm ersteigern.
 
Die Bockversteigerung der Gebirgsziegenrassen war wiederrum ein Highlight der Ziegenzucht in Salzburg.
 
Text: DI Franz Horn
Fotos: Huttegger