Bockansturm in Maishofen

Die Bockversteigerung im August ist für jeden Züchter ein Highlight, da die Auswahl eines Bockes mit möglichst geringem Verwandtschaftsgrad das „A und O“ in der Zucht der gefährdeten Rassen ist.

Bei der Bockversteigerung wurden aus ganz Österreich hochwertige Böcke angeliefert. Die Kaufinteressenten konnten aus 110 vielversprechenden männlichen Tieren der Rassen Tauernschecken, Pinzgauer Ziegen, Pinzgauer Strahlenziegen und Pfauenziegen auswählen. Alle Tiere wurden im Voraus auf die richtige Abstammung mittels genetischer Analyse überprüft.

Für die Züchter und Verkäufer der Böcke verlief der vergangene Samstag positiv. Die hohen Durchschnittspreise der letzten Jahre konnte gehalten werden. Mehrere Tiere erreichten wieder Preise über 1.500 €.

Den Spitzenpreis erzielte der Tauernscheckenbock „Good Year“, AT 801.691.370, von Reinhard Pilz aus Ramsau. Dieser wurde von Roland Rainer, Lend, gekauft.

Bei der von der Arche Austria ausgezeichneten Rasse des Jahres, den Pinzgauer Ziegen, ersteigerte Thomas Öschlberger aus Seekirchen den Bock mit der Lebensnummer AT 976.861.760 zum Tageshöchstpreis dieser Rasse von Johannes Rieger, St. Wolfgang.

Erfreulich ist, dass neben den zwei etablierten Rassen auch Pinzgauer Strahlenziegenböcke einen hohen Durchschnittspreis erzielen konnten. Der teuerste Bock „Willi“, AT 704.123.660, wurde von Manuel Kirchmair, Polling (T), ersteigert. Gezüchtet wurde der typstarke Jungbock von Angelika Schernthaner aus Neukirchen.