Almwanderung Kolm Saigurn, Rauris

Schaf- und Ziegenhalter in Kolm Saigurn

Die diesjährige Almwanderung des Salzburger Landesverbandes für Schafe und Ziegen führte heuer nach Kolm Saigurn ins Raurisertal am Fuße des Sonnblicks. Stabiles Wetter und eine atemberaubende Kulisse der 3.000er war eine besondere Zugabe. Gebietsobmann Johann Langreiter freute sich über 200 Teilnehmer.

Für uns Schaf- und Ziegenhalter war es besonders interessant die Grieswiesalm der Pferdezuchtverbände vorgestellt zu bekommen. Die Weidefläche erstreckt sich beginnend beim Lohninger Steinbruch über den Alpengasthof Bodenhaus zum überwiegenden Teil an den Nordhängen des Tales in einer Seehöhe von 1.200 m bis zum Grieswies Tauern unterhalb des Sonnblicks. Die Pferdealmgenossenschaft Grieswies unter Obmann Alois Hofer umfasst 669 ha Almfläche, 82 ha Wald und 113 ha Ödland und ist im Besitz von 12 Norikerzuchtverbänden. Der Großteil der Fläche liegt im Nationalpark Hohe Tauern. Der ursprüngliche Genossenschaftsgedanke war die Aufzucht von Junghengsten und Zuchtstuten zur gemeinsamen Sämmerung. Derzeit werden auf verschieden Flächen 40 Hengste, ca. 65 Stuten, 70 trockenstehende Kühe, 280 Kalbinnen und 200 Schafen und Ziegen aufgetrieben.

Die Schafe und Ziegen werden auf höhergelegenen Steilflächen gehalten und sind so die ideale Ergänzung im laufenden Weidebetrieb. Gekonnte Weideführung unter dem Verwalter Andreas Koidl sind das Geheimnis einer gut genutzten Weidefläche und der gezielten Freihaltung von Flächen durch den entsprechenden Verbiss der Zwergsträucher. Neben den allseits bekannten positiven Einfluss der Sömmerung auf die Gesundheit und Fitness der Tiere, ist das Zurückdrängen von Erlen und Almrausch der wichtige und positive Effekt für eine nachhaltige Almbewirtschaftung. Gute Ortskenntnisse und großes Geschick der Halter machten es möglich, dass die Ziegenherde und die Schafherde von ca. 200 Teilnehmern besichtigt und beredet werden konnten.

Der gemeinsame Ausklang beim Naturfreundehaus mit einem stimmigen Dankgottesdienst und anschließender Musik und Essen sorgten für einen gelungenen Tag.

DI Franz Horn