Mit Ziegen und Schafen unsere Almen erhalten

Die heurige Almwanderung führte die Schaf und Ziegenzüchter ins Großarltal. Eine von Albert Huttegger hervorragend organisierte Veranstaltung fand bei den zahlreichen Teilnehmern aus Salzburg und den angrenzenden Bundesländern regen Anklang. Trotz des angekündigten wechselhaften Wetters war uns der Wettergott gesonnen.

Nach einem zügigen Anstieg stellte der Organisator, der bekannte Tauernscheckenzüchter Albert Huttegger, auf seiner gepachteten Alm seine Herde vor. Auf 30 ha mühsam eingezäunter Almweide mit einem lawinensicheren Unterstand findet seine hervorragende Zuchtherde mit ca. 30 Tieren genügend saftige Alpengräser. Wie der Rassesprecher der Tauernschecken, Hans Wallner, anerkennend feststellte, ist es schon überraschend, wenn ein so junger, engagierter Züchter eine solche Herde auf höchstem Qualitätsstand präsentieren kann.

In der Nachbaralm zeigte Markus Hettegger seine Jura-Herde den interessierten Besuchern.

Zurückgekehrt auf die Unterviehhausalm, gab es nach einem Wortgottesdienst bei Musik und Gesang eine reichliche Bewirtung. Wie der Obmann des Salzburger Almwirtschaftsvereins, Silvester Gfrerer, betonte, sind es unsere Almbauern, die zum Teil unter schwierigen Bedingungen die Almgebiete einzäunen, schwenden, Unterstände und Tränken errichten, die Tiere versorgen und umsorgen und so eine einmalige Landschaft und Infrastruktur mit Almhütten und Wegen schaffen. Neben der Lebensmittelproduktion stellt natürlich der Tourismus den wesentlichen Einkommensfaktor in der Region dar. Es ist deshalb äußerst bedenklich, wenn durch die Einwanderung der großen Beutegreifer, vor allem des Wolfes, große Schäden zu erwarten sind. Der Schutz durch Einzäunung und Herdenhunde ist nicht machbar. Mit unseren kleinen Wiederkäuern gepflegte Almweiden wie jene rund um die Viehhausalm sind die Basis für funktionierende und gern besuchte Almen.