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Aktuelle Nachrichten rund ums Schaf

FAMACHA Strategie – Hilfsmittel zur Parasitenkontrolle nun auch in Österreich

04.12.2019 15:32
von Redaktion Österreich
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Das Parasitenmanagement bei Schafen und Ziegen stellt für die TierhalterInnen eine laufende Herausforderung dar. Um der fortschreitenden Resistenzentwicklung der Magen-Darmwürmer entgegen zu wirken, wird immer mehr ein gezielter Einsatz von Entwurmungsmitteln gefordert.

Die FAMACHA Strategie stellt eine international sehr gut untersuchte Methode dar, mit der jene Tiere herausgefunden werden können, die mit dem besonders problematischen Labmagenparasiten Haemonchus contortus (gedrehter Labmagenwurm) befallen sind. Als einer der wenigen Magen-Darmwürmer saugt dieser Parasit Blut an der Schleimhaut, so dass bei stärker betroffenen Tieren eine Blutarmut auftritt.
Die FAMACHA Strategie basiert auf einer Karte mit 5-stufiger Farbskala, mit der der Grad der Blutarmut direkt an der Lidbindehaut des Auges abgelesen werden kann. Dieses einfache Verfahren ergibt Resultate, die gut mit einer entsprechenden Laboruntersuchung übereinstimmen.

Diese Strategie wurde in Südafrika entwickelt und kann auf der Basis von Kooperationsverträgen auch in anderen Ländern eingesetzt werden. Dabei hat sich der Österreichische Bundesverband für Schafe und Ziegen dafür eingesetzt, eine solche Kooperation mit Südafrika abzuschließen und damit die Karten auch in Österreich zu Verfügung stellen zu können.

Die FAMACHA Strategie kann und soll die Kotuntersuchungen nicht ersetzen, sondern ist als begleitende Maßnahme zur Identifikation besonders betroffener Tiere gedacht.
Die Entwickler der FAMACHA Strategie haben als Bedingung für die Abgabe der Karte festgelegt, dass alle AnwenderInnen eine Schulung zum richtigen Umgang mit der Karte absolvieren müssen, wo auf den Gebrauch, die Möglichkeiten und die Grenzen der Karte eingegangen wird und zusätzlich über Parasiten informiert wird.

Ab Februar 2020 werden vom NTÖ in Zusammenarbeit mit dem ÖBSZ Praxiskurse: Parasiten bei Schafen und Ziegen mit Einführung in die FAMACHA Methode für Schaf- und ZiegenhalterInnen abgehalten. Die Anmeldung zu diesen Veranstaltungen mit weiteren Informationen ist auf www.nutztier.at/bildung/#schafeziegen möglich.Die jeweilige Anzahl an TeilnehmerInnen ist auf 20 Personen pro Kurs beschränkt.

Ankündigung Praxiskurs: Parasiten bei Schafen und Ziegen mit Einführung in die FAMACHA Methode

Parasitenbefall ist ein häufiger Befund der bei Schafen und Ziegen getätigt wird. Daher ist das Parasitenmanagement ein wichtiges Thema in der Gesundheitsvorsorge der Tiere. Um in diesem Bereich weitere Verbesserungen erzielen zu können, organisiert die Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ) in Zusammenarbeit mit dem ÖBSZ einen Kurs für Schaf- und ZiegenhalterInnen an drei Terminen mit einer Praxiseinheit und folgenden Inhalten: Arten von Parasiten, Symptome am Tier, Diagnose im Labor, Behandlungsmöglichkeiten, erkennen von Resistenzen auf Wurmmittel, Weideführung, Vorbeugung und Behandlung von Parasitenerkrankungen von weidenden Schafen und Ziegen. Zusätzlich beinhaltet der Kurs auch einen Praxisteil: Tierbeurteilung inklusive Beurteilung der Schleimhautfarbe mit der FAMACHA Karte, Konditionsbeurteilung, richtige Kotprobenentnahme für die Untersuchung auf Parasitenbefall, Hinweise zum Einsenden der Kotprobe und Interpretation des Kotbefundes.
Die Teilnahme an diesem Kurs gilt als Voraussetzung für die Abgabe der FAMACHA Karte.

Die Schulungsveranstaltungen werden von Bund, Ländern und Europäischer Union finanziell unterstützt.

Anmeldung und genaue Informationen zu den Abhaltungsorten stehen unter www.nutztier.at/bildung/#schafeziegen zur Verfügung:

Datum: Samstag, 29.02.2020
                GH Tangerner Wirt Seeboden, Kärnten

Datum: Donnerstag, 12.03.2020
                LFS Bruck a. d. Glocknerstraße, Salzburg

Datum: Freitag, 13.03.2020
                GH Post Strass im Zillertal, Tirol

Sonderinformation: notwendiger Anpassungen zum verpflichtenden Mindestausmaß Weidehaltung

21.11.2019 08:57
von Redaktion Österreich
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Der Landessieger des Tierwohlpreises Tirol ist der Betrieb der Familie Klingler in Ampass

13.11.2019 10:43
von Redaktion Österreich
(Kommentare: 0)

Bild: LK Tirol

Robert und Silvia Klingler bewirtschaften den Eichhof in Ampass im Nebenerwerb. Am Hof werden 100 Gemsfarbige Gebirgsziegen plus Nachzucht gehalten. Der Betrieb hat sich auf die Produktion von Ziegenmilch sowie Kitzfleisch spezialisiert. Neben den Ziegen werden am Hof noch 25 Hühner und drei Schweine gehalten. Der Betrieb verfügt über 16 Hektar Grünfläche. Diese wird entweder beweidet oder zur Futterproduktion verwendet. Außerdem wird auf drei Hektar Brotgetreide angebaut.

Tierwohl – im Stall und vor der Tür

Die Ziegen am Eichhof haben es gut. Neben den 2,3 Quadratmetern Stallfläche pro Tier, steht ihnen noch ein ganz-
jähriger Auslauf – in den Sommermonaten mit Weide – zur Verfügung. Beim Betriebsführer Robert Klingler steht Tierwohl an erster Stelle. „Der erste Blick in der Früh geht immer zum Strohbett, danach schau ich auf den Futtertisch, ob sie was übriggelassen haben“, so Klingler. Um ein optimales Wohlbefinden seiner Tiere zu gewährleisten, legt er großen Wert auf Futterqualität.

Außerdem wird darauf geachtet, dass genügend Einstreu vorhanden ist und die Tiere auf trockenen Liegeflächen ruhen können. „Und wenn ein Tier keine Höchstleistungen bringt, kommt es auch nicht sofort weg vom Betrieb.“, betont Silvia Klingler. Doch nicht nur auf das Wohlergehen der Ziegen wird geschaut, auch die Hühner leben in Freilandhaltung. Die drei Schweine Heinzi, Josephine und Roberta werden für den Eigenbedarf an Schweinefleisch gehalten, auch sie haben Auslauf und ausreichend Einstreu, denn für Robert Klingler gilt: Nur gesunde, fitte Tiere bringen gutes, wertvolles Fleisch.

Ganzjährige Freilandhaltung

Im Hühnerstall leben 25 Legehennen fünf verschiedener Rassen. Silvia Klingler schätzt die Vielfalt ihrer Tiere, für sie hat jedes Huhn „seinen ganz besonderen, eigenen Charakter“. Das Freilaufgehege bietet viel Platz, die Hühner können sich das ganze Jahr im Freien aufhalten. Gefüttert wird mit Gras, Getreideschrot und Kartoffeln. Die Tiere werden, wenn die Legeleistung nachlässt, nicht aussortiert, sondern sterben auf natürliche Weise am Betrieb.

Regionale Vermarktung

Der Eichhof verkauft seine Produkte an regionale Weiterverabeitungsbetriebe und ab Hof. So wird die Ziegenmilch drei Mal pro Woche nach Rotholz zur Herstellung von Ziegenkäse geliefert. Im Frühjahr startet die Kitzsaison. Ein Teil der Jungtiere wird als „TirolerKitzei“ über die Agrarmarketing Tirol verkauft. Die Kitze werden dafür ca. drei Monate lang mit Kuhmilch aus dem Nachbardorf gefüttert. Beim Verkauf haben die Tiere ein Lebendgewicht von ca. 20 Kilogramm. Der andere Teil der Kitze wird bei einem Metzger in der Nähe geschlachtet und ab Hof an Gastronomiebetriebe oder Verbraucher verkauft. Der Familie Klingler ist bei der Schlachtung ganz wichtig, dass die Transportwege kurz sind, um Stresssituationen möglichst zu vermeiden. So steht bis ganz zum Schluss das Tierwohl an erster Stelle.

Autor: Melanie Gratl