
Merinolandschaf
Merinolandschaf
Das Merinolandschaf ist aus dem süddeutschen Raum nach Österreich gekommen.
Es ist ein mittelgroßes, rahmiges Schaf mit keilförmigem, langem Kopf, mit typischem Wollschopf auf der Stirn und breiten, leicht hängenden Ohren. Die Brust ist breit und genügend vorgeschoben. Langer, breiter Rücken mit guter Rippenwölbung. Breites Becken mit gut bemuskelten Außen- und Innenkeulen. Die weiße Wolle ist eine Crossbred-Wolle in geschlossenem Stapel.
Herkunft:
Mitte des 18. Jahrhunderts kamen Feinwollschafe aus Spanien nach Deutschland. Schafes dieses Typs wurden Ende des 18. Jahrhunderts in Süddeutschland (hauptsächlich in Württemberg) zur Veredelung von Landschafrassen verwendet. Die „Württemberger“ wurden in zahlreichen anderen Rassen eingekreuzt.
Zuchtziel:
Beste Ausprägung wertbestimmender Teile, hohe Fruchtbarkeit (2 – 2,5 Lämmer pro Jahr), Zwischenlammzeit 240 – 270 Tage, Korrektes, trockenes Fundament. Widerristhöhe männliche Tiere 85 – 95 cm, weibliche 80 – 90 cm.
Mindestnormen bei der äußeren Erscheinung der Widder:
Leichter Hornansatz (muss beweglich sein, max. 2 cm) wird toleriert.
Kleine Pigmente (max. erbsengroß) werden bedingt toleriert.
Hautfalten sind grundsätzlich nicht erwünscht, im Halsbereich werden sie bedingt toleriert.
Leichte Fehler der Wolle werden toleriert. Kranich- und Stichelhaare werden nicht toleriert.
Gewicht nach einem Jahr | Gewicht | Wollgewicht | |
| Schaf | 60 kg | 100 kg | 3,5-5 kg |
| Widder | 80 kg | 4-5,5 kg | |
| Lamm | - | 1,8-2,5 | - |
Brunstzyklus: Asaisonal
Fruchtbarkeit: 227%
Erstlammalter: 20 Monate
Wollfarbe: weiß
Wolltyp: feinwollig
Wolllänge: 6 – 8
Schur: 1-mal jährlich


