Wie ziehe ich Kotproben richtig?
Für Parasitologische Untersuchungen ist die richtige Gewinnung von Kotproben wesentlich, um falsch negative Befunde zu vermeiden und zu exakten Diagnosen zu kommen.
Woher entnehme ich die Kotprobe?
Kotproben sollten wenn möglich immer direkt aus dem After entnommen werden. Unmittelbar abgesetzter Kot kann vom Boden ausnahmsweise aufgenommen werden. Kotproben vom Mistplatz oder von der Weide oder bereits seit längerer Zeit abgesetzter Kot aus der Einstreu führen unweigerlich zu falschen Ergebnissen, weil schon zuviel Zeit vergangen ist und sich die Parasiteneier bereits zu Larven weiterentwickelt haben, die aus dem Kot ausgewandert sind. Ein falsch-negativer Befund ist die Folge – die Kotuntersuchung somit wertlos geworden!
Welche Tiere sind geeignet, um einen möglichst aussagekräftigen Befund zu erhalten?
Vorzugsweise zieht man die Kotprobe von Lämmern/Kitzen bzw. Jungtieren mit Durchfall bzw. von Jährlingen, die immer wieder Durchfall zeigen, sich in schlechtem Nährzustand befinden oder bereits deutlichere Anzeichen für einen Parasitenbefall (z.B. Flaschenhals, Blutarmut) zeigen. Kot von älteren Tieren ist oft nicht aussagekräftig, weil die Tiere viel weniger bis gar keine Parasiteneier ausscheiden.
Wann ist ein guter Zeitpunkt für eine Kotprobenuntersuchung?
Im Frühjahr bis zum Herbst, bei Leberegelverdacht auch im Spätherbst oder Frühwinter. Faustregel: die meisten Parasiten begeben sich in eine Art Winterschlaf, d.h. im Winter werden weniger Eier ausgeschieden als im Sommer, wenn die Umweltbedingungen der Parasiten besser sind. Bei vermehrten Durchfällen mit Verdacht auf ein parasitäres Geschehen ist eine Kotprobe in jedem Fall VOR der Behandlung angezeigt. NACH der Behandlung (ca. 10 Tage danach) hat sich die Ziehung von Kotproben und die Untersuchung des Kots auf Parasiten bestens bewährt.
So kann man nämlich den Behandlungserfolg bzw. die Wirksamkeit des eingesetzten Präparates unmittelbar überprüft werden und so frühzeitig erkannt werden, wenn bereits Resistenzen vorhanden sind. Ein Wechsel des Medikamentes ist somit ohne größere Tierverluste noch rechtzeitig möglich.
Wie entnehme ich die Kotprobe?
Am besten nimmt man einen Plastikhandschuh, reizt den After mit streichelnden Bewegungen, um Kotabsatz zu provozieren und fängt den Kot mit der Handfläche auf, stülpt den Handschuh um und kann die Kotprobe sogleich mit einem Knoten verschließen. Setzt das Tier nicht freiwillig Kot ab, hat sich v.a. bei Schafen bewährt, die Nase und das Maul solange zuzuhalten, bis das Tier aus Atemnot in Panik gerät – Kot und Harn wird meist unmittelbar danach abgesetzt (Helfer nötig!).
Welche Menge an Kot ist notwendig?
Ca. 20 – 40 g reichen (Faustregel: eine Portion in der Größe von 2-3 Walnüssen) für eine vollständige Parasitenuntersuchung auf Magen-Darmwürmer, Lungenwürmer und sogar Leberegel aus. Lieber etwas zu viel von einem verdächtigen Tier einsenden, als zuwenig! Für die Lungenwurmdiagnostik benötigt man mehr Kotmenge!
Sind Misch- und Sammelkotproben sinnvoll?
Bei Verdachtsfällen ist es sinnvoller, Einzelkotproben einzusenden, um einen Behandlungserfolg zu überprüfen, können Sammelkotproben genause eingeschickt werden. Zu beachten ist immer, dass bei Sammelkotproben eine Verdünnung eventuell positiver Tiere mit dem Kot negativer Tiere zustandekommt und das Gesamtergebnis so verfälscht werden kann. Wird ein mittelgradiger Parasitenbefall bei Einsenden einer Mischprobe festgestellt, ist dies höher zu bewerten, als ein Einzelkotprobenbefund.
Wie verschicke ich die Kotprobe richtig?
Es ist immer ein Begleitschreiben beizulegen mit Angaben über das Alter und Geschlecht des Tieres, die Tierart bzw. Rasse ist anzugeben und die sonstigen Auffälligkeiten (z.B.: Tier hat seit 3 Tagen Durchfall, …). Der Besitzer ist anzuführen (Name, Anschrift), sowie auf welche Parameter untersucht werden soll. Kotproben dürfen nur vom Betreuungstierarzt eingeschickt werden. Die Veterinärmedizinische Universität nimmt nur noch Proben von Tierärzten entgegen. Kotproben sind im Einvernehmen mit dem Betreuungstierarzt einzusenden bzw. die Behandlungsstrategie mit diesem zu vereinbaren.
Kotproben müssen gut verpackt eingeschickt werden (am besten in einem Plastikgefäß mit gut schließbaren Decken oder in einem verknoteten Rektalhandschuh oder Plastiksack. Ausgetrocknete Kotproben sind wertlos! Die genaue Vorgangsweise erklärt Ihr Betreuungstierarzt.
Wie ziehe ich Kotproben richtig?
Für Parasitologische Untersuchungen ist die richtige Gewinnung von Kotproben wesentlich, um falsch negative Befunde zu vermeiden und zu exakten Diagnosen zu kommen.
Woher entnehme ich die Kotprobe?
Kotproben sollten wenn möglich immer direkt aus dem After entnommen werden. Unmittelbar abgesetzter Kot kann vom Boden ausnahmsweise aufgenommen werden. Kotproben vom Mistplatz oder von der Weide oder bereits seit längerer Zeit abgesetzter Kot aus der Einstreu führen unweigerlich zu falschen Ergebnissen, weil schon zuviel Zeit vergangen ist und sich die Parasiteneier bereits zu Larven weiterentwickelt haben, die aus dem Kot ausgewandert sind. Ein falsch-negativer Befund ist die Folge – die Kotuntersuchung somit wertlos geworden!
Welche Tiere sind geeignet, um einen möglichst aussagekräftigen Befund zu erhalten?
Vorzugsweise zieht man die Kotprobe von Lämmern/Kitzen bzw. Jungtieren mit Durchfall bzw. von Jährlingen, die immer wieder Durchfall zeigen, sich in schlechtem Nährzustand befinden oder bereits deutlichere Anzeichen für einen Parasitenbefall (z.B. Flaschenhals, Blutarmut) zeigen. Kot von älteren Tieren ist oft nicht aussagekräftig, weil die Tiere viel weniger bis gar keine Parasiteneier ausscheiden.
Wann ist ein guter Zeitpunkt für eine Kotprobenuntersuchung?
Im Frühjahr bis zum Herbst, bei Leberegelverdacht auch im Spätherbst oder Frühwinter. Faustregel: die meisten Parasiten begeben sich in eine Art Winterschlaf, d.h. im Winter werden weniger Eier ausgeschieden als im Sommer, wenn die Umweltbedingungen der Parasiten besser sind. Bei vermehrten Durchfällen mit Verdacht auf ein parasitäres Geschehen ist eine Kotprobe in jedem Fall VOR der Behandlung angezeigt. NACH der Behandlung (ca. 10 Tage danach) hat sich die Ziehung von Kotproben und die Untersuchung des Kots auf Parasiten bestens bewährt.
So kann man nämlich den Behandlungserfolg bzw. die Wirksamkeit des eingesetzten Präparates unmittelbar überprüft werden und so frühzeitig erkannt werden, wenn bereits Resistenzen vorhanden sind. Ein Wechsel des Medikamentes ist somit ohne größere Tierverluste noch rechtzeitig möglich.
Wie entnehme ich die Kotprobe?
Am besten nimmt man einen Plastikhandschuh, reizt den After mit streichelnden Bewegungen, um Kotabsatz zu provozieren und fängt den Kot mit der Handfläche auf, stülpt den Handschuh um und kann die Kotprobe sogleich mit einem Knoten verschließen. Setzt das Tier nicht freiwillig Kot ab, hat sich v.a. bei Schafen bewährt, die Nase und das Maul solange zuzuhalten, bis das Tier aus Atemnot in Panik gerät – Kot und Harn wird meist unmittelbar danach abgesetzt (Helfer nötig!).
Welche Menge an Kot ist notwendig?
Ca. 20 – 40 g reichen (Faustregel: eine Portion in der Größe von 2-3 Walnüssen) für eine vollständige Parasitenuntersuchung auf Magen-Darmwürmer, Lungenwürmer und sogar Leberegel aus. Lieber etwas zu viel von einem verdächtigen Tier einsenden, als zuwenig! Für die Lungenwurmdiagnostik benötigt man mehr Kotmenge!
Sind Misch- und Sammelkotproben sinnvoll?
Bei Verdachtsfällen ist es sinnvoller, Einzelkotproben einzusenden, um einen Behandlungserfolg zu überprüfen, können Sammelkotproben genause eingeschickt werden. Zu beachten ist immer, dass bei Sammelkotproben eine Verdünnung eventuell positiver Tiere mit dem Kot negativer Tiere zustandekommt und das Gesamtergebnis so verfälscht werden kann. Wird ein mittelgradiger Parasitenbefall bei Einsenden einer Mischprobe festgestellt, ist dies höher zu bewerten, als ein Einzelkotprobenbefund.
Wie verschicke ich die Kotprobe richtig?
Es ist immer ein Begleitschreiben beizulegen mit Angaben über das Alter und Geschlecht des Tieres, die Tierart bzw. Rasse ist anzugeben und die sonstigen Auffälligkeiten (z.B.: Tier hat seit 3 Tagen Durchfall, …). Der Besitzer ist anzuführen (Name, Anschrift), sowie auf welche Parameter untersucht werden soll. Kotproben dürfen nur vom Betreuungstierarzt eingeschickt werden. Die Veterinärmedizinische Universität nimmt nur noch Proben von Tierärzten entgegen. Kotproben sind im Einvernehmen mit dem Betreuungstierarzt einzusenden bzw. die Behandlungsstrategie mit diesem zu vereinbaren.
Kotproben müssen gut verpackt eingeschickt werden (am besten in einem Plastikgefäß mit gut schließbaren Decken oder in einem verknoteten Rektalhandschuh oder Plastiksack. Ausgetrocknete Kotproben sind wertlos! Die genaue Vorgangsweise erklärt Ihr Betreuungstierarzt.


