
Neugeborenes Milchschaflamm
Hypothermie und Hypoglykämie bei neugeborenen Lämmern
Unter dem Hypothermie-Hypoglykämie-Syndrom von neugeborenen Lämmern versteht man die Unterkühlung von Lämmern aufgrund von Energiemangel nach der Geburt.
Hypothermie-Hypoglykämie-Syndrom
Unter neonataler Hypothermie versteht man einen mitunter lebensbedrohlich werdenden Wärmeverlust bei neugeborenen Lämmern.
Nach der Geburt stehen dem Lamm bei optimaler Versorgung der Mutter während der Trächtigkeit ca. 16 bis 18 Stunden körpereigene Fettreserven, die verbrannt werden, zur Wärmeproduktion und somit zur Lebenserhaltung zur Verfügung.
Im fetalen Körper wird nämlich während der Trächtigkeit sogenanntes braunes Fett gebildet, das mit Hilfe von Sauerstoff zu Energie umgewandelt werden kann. Zum Start dieser Reaktion benötigt das Lamm jedoch auch Energiezufuhr von außerhalb – in Form von Kolostrum. Bei adäquater Ernährung des Muttertiers im letzten Trächtigkeitsdrittel verfügt das Lamm über ausreichend Fettreserven, um die ersten Stunden überleben zu können, diese Reserven müssen aber wie bereits erwähnt durch Kolostrumaufnahme erst mobilisiert werden.
Das braune Fett wird innerhalb der ersten Lebensstunden aufgebraucht, deshalb muss eine anhaltende Energieversorgung sichergestellt werden. Dies erfolgt natürlicherweise durch kontinuierliches Säugen von Milch.
IN DEN ERSTEN 2 LEBENSSTUNDEN KANN MAN ZWISCHEN 10 BIS 12 SAUGAKTE BEOBACHTEN!
Deshalb sollte ein Lamm, das von der Mutter verstoßen wurde in den ersten Lebensstunden mindestens 8 x anhalten bzw. am ersten Tag mindestens alle 2 Stunden mit 50 ml Kolostrum versorgen.
