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Moderhinkesanierung fehlgeschlagen? Die wichtigsten Fehler

Bei der Moderhinkesanierung ist das systematische Vorgehen in der Behandlung und eine konsequente Nachbehandlung und regelmäßige fachgerechte Klauenpflege die wichtigste Maßnahme.

Die meisten Fehler passieren bei ungenügender Klauenpflege, mangelhafter Nachkontrolle und der ausschließlichen Kontrolle befallener Tiere. Werden verdächtige Tiere nicht rechtzeitig erkannt und nicht systematisch durchbehandelt, verschlimmert sich die Situation, bis diese eskaliert.

Welche Fehler passieren am häufigsten?

  • Nur einzelne Tiere kontrolliert und ausgeschnitten (Diagnose Moderhinke heißt: Klauenpflege bei ALLEN Tieren – auch die Jungtiere und Lämmer sind zu kontrollieren!)
  • Keine Gruppentrennung bzw. Kennzeichnung der Tiere (kranke oder schlecht ansprechende Tiere werden nicht rechtzeitig wiedererkannt)
  • Falsches Klauenschneiden (wird zuwenig weggeschnitten oder Hohlräume übersehen, geht der Krankheitsproszess immer weiter in die tiefe, bis kein Horn zum wegschneiden mehr übrig ist)
  • Verbände (werden Verbände angelegt, geht der Prozess unter Luftabschluss wieder weiter – auch bei tiefen Wunden reicht der Klauendesinfektionsspray und das Aufstallen auf trockener, sauberer weicher Einstreu – bei starken Blutungen kann für ca. 10-15 Minuten ein Verband angelegt werden, bis die Blutung steht – dann jedoch entfernen!!!)
  • Falsches Klauenbaden (zu niedere, zu niedrig dosierte, zu stark verschmutzte Klauenbädern in zu kurzen oder zu kleinen Wannen bewirken genau das Gegenteil: keine Desinfektion, sondern nur eine Keimverschleppung auf noch nicht erkrankte Tiere)
  • Formalinbäder zur Prophylaxe (Formalinbäder über längere Zeit härten das Klauenhorn so stark aus, dass eine Klauenpflege sehr mühsam wird, das Horn wird spröde, in Rissen und Graten können sich wiederum Moderhinkekeime vermehren. Durch das harte Horn spüren die Tiere den Schmerz erst relativ spät, äußerlich schaut die Klaue gesund aus. Wird dies übersehen, steht ein schlimmerer Ausbruch als zuvor zu befürchten)
  • Erstbehandlung konsequent durchgeführt, Umwelteinflüsse (Ausläufe, Feuchtstellen, Ausmisten, …) jedoch nicht berücksichtigt und Nachbehandlung nicht konsequent durchgeführt
  • Herde zwar saniert, neuerliche Einschleppung über Zukaufstiere (Quarantänestall muss für jeden Zukauf eingerichtet werden! Neu zugekaufte Tiere mindestens 4 Wochen getrennt von der Herde aufstallen! Kein Weidegang in dieser Zeit, um Kontaminationen zu vermeiden!)
  • Impfung mit Moderhinkeimpfstoff als alleinige Sanierungsmaßnahme (nur in Kombination mit Sanierungsprogramm und regelmäßiger Klauenüberwachung/Klauenpflege führt die Impfung zum Erfolg!).
Abb.1 Feuchter Auslauf muss trockengelegt werden (z. B.:Drainage, Schotterweg, Befestigung)
Abb.1 Feuchter Auslauf muss trockengelegt werden (z. B.:Drainage, Schotterweg, Befestigung)
Abb.2 Moderhinkeimpfung
Abb.2 Moderhinkeimpfung
Termine
27.05.2012 09:00
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25.05.2012 09:00
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24.05.2012 15:00
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