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Die Trächtigkeitstoxikose – Eine Stoffwechselerkrankung des trächtigen Mutterschafes.

Das Krankheitsbild der Trächtigkeitstoxikose ist vor allem bei Fleischrassen mit Mehrlingsträchtigkeiten bekannt.

Die Trächtigkeitstoxikose ist auch noch unter folgenden Bezeichnungen bekannt: – Gestationsketose – Twin lamb disease – Trächtigkeitsketose

Im Gegensatz zur Ketose bei Rindern und Milchziegen erkranken Schafe nicht erst einige Wochen nach der Geburt, sondern bereits in der Phase der Hochträchtigkeit bis kurz nach der Geburt. In diesen Fällen besteht demnach nicht nur unmittelbare Gefahr für das Muttertier, sondern auch für die Frucht. Laut Bostedt/Dedié (1996) verteilen sich die beobachteten Krankheitsfälle zu ca. 75 % auf den Zeitraum vor der Geburt und lediglich ca. 25 % der Ketosefälle treten kurz nach bzw. während der Geburt auf.

Wodurch wird die Krankheit begünstigt?

Es wurde lange angenommen, dass bei einer unausgewogenen Energieversorgung der Muttertiere während der Trächtigkeit (insbesondere der Hochträchtigkeitsphase) die Tiere an die Grenze der Leistungsfähigkeit stoßen lässt und so ihr Kompensationsvermögen (meist durch langjährige Leistungsbeanspruchung) ausgeschöpft wurde. Als Folge ist mit einer Gestationsketose zu rechnen. Man sah in einer absoluten Unterversorgung mit Nährstoffen die Ursache der Trächtigkeitstoxikose. Begründet wurde diese Annahme unter anderem darin, dass bei mehrlingsträchtigen Schafen durch den großen Raumbedarf der Früchte nur mehr ein reduziertes Volumen im Verdauungstrakt vorhanden ist, welches ein verringertes Futteraufnahmevermögen nach sich zieht. Dies wurde aber durch Beobachtungen widerlegt, die gezeigt haben, dass vor allem unauffällige Tiere mit einem durchschnittlichen bis sehr guten Ernährungszustand betroffen sind. Gerade eine zu hohe Energieversorgung und Fettansatz während der Frühträchtigkeit, Stress, sowie nasskaltes Wetter in der Hochträchtigkeit begünstigen die Krankheit. Untersuchungen haben überdies gezeigt, dass eine gewisse genetische Disposition besonders beim Deutschen schwarzköpfigen Fleischschaf, aber auch bei anderen Fleischrassen die Krankheit begünstigt.

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