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Krankheitsentstehung der Trächtigkeitstoxikose

Welcher Mechanismus liegt der Krankheit zu Grunde?

Grundsätzlich nimmt man nach heutigem Stand der Wissenschaft an, dass es sich bei der Trächtigkeitstoxikose um eine hormonell bedingte Stoffwechselstörung, ähnlich dem Schwangerschaftsdiabetes beim Menschen handelt. Beim Wiederkäuer und hier insbesondere bei Fleischrassen kommt es im letzten Trächtigkeitsdrittel zu einer nicht mehr ausreichenden Insulinproduktion, wodurch die Kohlenhydratspeicherung im Muskel- und Lebergewebe nicht mehr ausreicht, um das Tier mit Energie zu versorgen. Deshalb werden die Fettreserven des trächtigen Mutterschafes herangezogen, welches eine Entgleisung des Fettstoffwechsels nach sich zieht. Das sogenannte Fettmobilisationssyndrom entsteht. Der Körper kann in diesem Fall nicht alle Abbauprodukte aus dem Fettstoffwechsel verwerten, da ja zuwenig Energie in Form von Glucose und Glykogen aus dem Kohlenhydratspeicher vorhanden ist.

Es entstehen Ketonkörper, die nicht verwertet werden können und die Leber versucht überschüssige größere Fettsäuren, die nicht weiter abgebaut werden können zu speichern.

Ein neuer Teufelskreis beginnt: Das Tier entwickelt eine sogenannte Fettleber. So schaukelt sich die Entgleisung des Stoffwechsels immer mehr auf und verursacht Organschäden – vor allem die überlebensnotwendige Leber wird schwer geschädigt.
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