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Ablammboxen

Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Geburtensaison

Die Trächtigkeitsdauer schwankt bei Schafen und Ziegen – je nach Rasse bzw. Anzahl der Lämmer zwischen 147 und 156 Tagen (ca. 21 – 22 Wochen).

Da in Österreich pränatale Diagnostik selten durchgeführt wird, kann der Zeitpunkt des Beginns der Lammsaison ab dem Zeitpunkt des Einbringens eines fertilen Widders berechnet werden.

Notfalls- und Geburtsset

Bis spätestens 1 Woche vor dem Start der Ablammungen sollte in jedem Fall folgendes Notfalls- bzw. Geburtsset am Betrieb bereit gestellt werden:

  • Seife und Handtücher
  • Sauberer Eimer
  • Desinfektionsmittel (Betaisodona, Vetsept, Jod,…)
  • Gleitgel – Geburtsstricke (ausgekocht, trocken), ev. Geburtszange
  • Nabeldesinfektionsmittel
  • Sterile Spritzen und Nadeln (bei TGD-Mitgliedschaft)
  • Vitamin E + Selenpasten bzw. Injektionspräparate (NUR bei TGD-Mitgliedschaft)
  • Stallapotheke

Kolostrumersatz

Auf keinen Fall darf auf Kolostrumersatz vergessen werden. (Achtung: nur von gesunden Tieren – nicht von Tieren, die Paratuberkulose oder Maedi-Visna positiv sind) Am besten bewährt haben sich eingefrorene Kolostrumportionen zu je ca. 500 ml aus dem Vorjahr für den Fall, dass die erste Ablammung Komplikationen bereitet. Sobald einige Geburten vorübergegangen sind, sollte der „alte“ Kolostrumvorrat mit frischem ersetzt werden.

Sobald die ersten Lämmer geboren sind, sollten zumindest 2 – 3 Portionen Kolostrum frisch eingefroren werden. Das Auftauen der eingefrorenen Portionen muss auf jeden Fall im Wasserbad (ca. 35 – 38 °C) erfolgen.

Ein Auftauen in der Mikrowelle ist zu unterlassen (unregelmäßige Erwärmung und sogenannte „Hot spots“ entstehen in der Mikrowelle), da die Milchqualität unter der unregelmäßigen Wärmeeinwirkung bzw. teilweisen Überhitzung leidet. Die Immunstoffe im Kolostrum sind nämlich Eiweißkörper, die durch Überhitzung zerstört werden. Die beste Schutzwirkung für die Lämmer hat Kolostrum von gesunden Mutterschafen/-ziegen, die bereits 2 oder 3 mal gelammt haben und aus eigener Nachzucht stammen, da die Antikörper in der Milch in diesem Fall genau auf die Betriebssituation abgestimmt sind.

Ablammboxen

Zum gleichen Zeitpunkt müssen Ablammboxen bereitgestellt werden. Idealerweise reicht der Platz in den Ablammboxen für 10 – 15 % der Tiere, damit die Muttertiere so lange in den Boxen gehalten werden können, um eine ausreichende Mutter-Kind-Beziehung entstehen zu lassen. (Soll: mindestens 3 Tage). Bei Gruppenboxen haben sich Gruppen zu rund 5 Mutterschafen in der Praxis gut bewährt. Die Mindestfläche je Tier ist dabei großzügiger zu wählen als in Einzelbuchten, um den Muttertieren genügend Platz zur Absonderung mit den Lämmern zu bieten (wichtig für Mutter-Kind-Beziehung). Für Schafe/Ziegen ist mindestens 1,5 m² Mindeststallfläche (BIO) und je Lamm oder Kitz zusätzlich 0,5 m² (Österreich) vorgeschrieben – diese Mindestflächen sollten aber großzügiger gewählt werden. Hochträchtige Mutterschafe müssen über eine ausreichende Fressplatzbreite am Trog oder an der Heuraufe verfügen können, es darf hier zu keinen Drängeleien kommen, da eine erhöhte Gefahr des Verwerfens bei Stößen besteht.

Termine
27.05.2012 09:00
Altmühltaler Schäferfest
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25.05.2012 09:00
Lämmerverladestelle Plankstetten
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24.05.2012 15:00
Termine der Allgäuer Schafhalter e.V.
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Aktuelles
18.05.2012 10:46
Neuer Verbandsrechtsanwalt
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11.05.2012 11:35
Ausstellung Oberperfuss
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08.05.2012 09:10
Kilbernschau Tiroler Bergschaf
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