Der diesjährige Schafalmwandertag des Transnationalen Verbandes fand am Sonntag, den 1. August 2010 im idyllischen S-Charl, Kanton Graubünden, in der Schweiz statt. Das Dorf S-Charl in1810 m Seehöhe liegt in einem Hochgebirgstal, das das Engadin mit dem Münstertal verbindet und von Scuol aus durch die Clemgiaschlucht erreichbar ist. 1095 erstmals geschichtlich erwähnt, früher bedeutend aufgrund von Silber- und Bleiabbau. Im S-Charltal befindet sich der höchste geschlossene Arvenwald Europas, eine denkmalgeschützte Kirche und ein Museum. Um 10:30 war allgemeiner Treffpunkt auf der Alp Plazèr, die in 2060 Metern Höhe liegt und von S-Charl in einer einstündigen Wanderung über wunderschöne Almwege zu erreichen ist. Seit vier Generationen ist diese Alm bereits traditionell im Besitz des Pächters und Vorstandsmitgliedes des Schweizer Schafzuchtverbandes Martin Keller, der auch die allgemeine Begrüßung vornahm und einige Gäste vorstellte. Teilgenommen haben zahlreiche Funktionäre, Mitglieder und Züchter der Schafbranche aus der Schweiz, Bayern, Südtirol und Österreich ebenso wie Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (MR Hans Klein) und der Alpenkonvention (Regula Imhof). Nach einleitenden Worten des Präsidenten des Schweizer Schafzuchtverbandes German Schmutz ergriff Obmann Georg Höllbacher vom ÖBSZ als diesjähriger Vorsitzender des Transnationalen Verbandes das Wort und referierte über die Wichtigkeit der Almwirtschaft und über deren wirtschaftlichen Bedeutung auch in der heutigen Zeit. Ein großes gemeinsames Thema im Laufe der Gespräche war auch die immer größer werdende Problematik der großen Beutegreifer in allen vertretenen Ländern. Frau Barbara Mock vom Südtiroler Kleintierzüchterverband schließlich stellte den Anwesenden die Bedeutung des Transnationalen Verbandes und dessen geschichtliche Entwicklung vor. Im Anschluss daran wurde das Weiße Alpenschaf als schweizerische Hauptrasse vom ehemaligen Präsidenten des Schweizer Schafzuchtverbandes Angelo Rizzi vorgestellt. Der Tag nahm seinen harmonischen Ausklang mit einer gemeinsamen Verköstigung beim freundlichen Austausch untereinander, umrahmt von den eindrucksvollen Klängen traditioneller Alphornbläser. Der ÖBSZ dankt dem Obmann des Schweizerischen Schafzuchtverbandes German Schmutz sowie Herrn Martin Keller für die hervorragende Organisation und den interessanten Tag in dieser wundervollen Landschaft.
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