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Vorwaldgesellschaften tieferer Lagen

In Folge der in den letzten Jahren massiv veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft nimmt der Verbuschungsgrad auf Extensivflächen stark zu.

Es sind eine Reihe von standortspezifischen Gehölzen, die hierbei eine Rolle spielen. Allen gemeinsam ist, dass sie lichtliebend sind und ein enormes Vermehrungspotenzial aufweisen. Zu diesen sogenannten Pioniergehölzen zählen Himbeere und Brombeere, Schlehdorn, Weiden, Schwarz- und Grauerle, Faulbaum, Birke, Espe, Esche, Holunder, Lärche und bedingt auch die Fichte.

Die zeitliche Aufeinanderfolge von Pflanzengemeinschaften am selben Standort wird als „Sukzession” bezeichnet und beginnt im allgemeinen mit einer der oben angeführten Pflanzen. In deren Unterwuchs entwickeln sich die schattenertragenden Arten, die im Laufe der Zeit die lichtbedürftigen verdrängen. Übrig bleibt eine Dauergesellschaft, ein im Falle der Weiden und Magerwiesen im dynamischen Gleichgewicht stehender Wald.

Für Ziegen besteht hier ein besonders reichhaltiges Nahrungsangebot, vor allem auf Grund der Vielfalt und Qualität der Futterpflanzen. Die Landschaftspflege dieses Standortes sollte optimal mit Schafen und Ziegen gemeinsam auf der Weidefläche erfolgen. Das Verhältnis der Anzahl der Schafe zu den Ziegen richtet sich nach dem Verbuschungsgrad (detailierte Angaben siehe “Informationen für Tierhalter).

Abb.1 Vorwaldgesellschaft im Lungau
Abb.1 Vorwaldgesellschaft im Lungau
Abb.2 Verbuschungen durch Brombeeren sind oft besonders hartnäckig
Abb.2 Verbuschungen durch Brombeeren sind oft besonders hartnäckig
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