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Zwergstrauchheiden

Die Zwergstraucheide stellt eine Übergangsgesellschaft dar, die vom Wald in die gehölzfreien hochalpinen Rasen führt. Es dominieren Heidelbeere, Preiselbeere und Rauschbeere. Gebietsweise treten großflächige Bestände von Alpenrose, Zwergwacholder und Besenheide auf.

Die größeren Zwergstraucharten benötigen als Schutz vor Frost eine entsprechend hohe und lang andauernde Schneedecke. Auf abgewehten Stellen finden sich Krähenbeere und die immergrüne Gemsheide, in Scheetälchen hingegen am Boden kriechende Weidenarten wie z.B. die Kraut-Weide.

Besonders in den Kalkalpen tritt die Latsche (Pinus mugo) als dominante Großstrauchart in Erscheinung. Häufig sind kleine Fichten und besonders Lärchen eingestreut, sowie verschiedene Weidenarten, Grünerle und andere laubabwerfende Großsträucher. Ähnlich wie die Grünerle sind die biegsamen Äste ein hervorragender Schutz vor Schneedruck und Lawinen. Die Latsche besitzt ein tiefreichendes Wurzelsystem, welches ihr die Besiedelung trockener und wasserzügiger Standorte wie überwachsene Schutthänge erlaubt. Zwischen den mosaikartig verteilten Zwergsträuchern bedecken häufig Bürstlingrasen oder Kalk-Blaugrasrasen den flachgründigen rohhumusreichen Boden.

Selbst in den kargen Zwergstrauchheiden kann sich eine Beweidung mit Ziegen im Hinblick auf die Reduktion unerwünschter Gehölze auszahlen.

Abb.1 Zwergsträucher sind häufig dominant in unterbestoßenen Almen
Abb.1 Zwergsträucher sind häufig dominant in unterbestoßenen Almen
Abb.2 Nebel- oder Rauschbeeren bilden gemeinsam mit Besenheide geschlossene Teppiche
Abb.2 Nebel- oder Rauschbeeren bilden gemeinsam mit Besenheide geschlossene Teppiche
Abb.3 Großflächige Verbuschung mit Alpenrose
Abb.3 Großflächige Verbuschung mit Alpenrose
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