Bitte beachten:
Aktualisierungen werden immer unten angefügt – Nachschauen!
Letzte Aktualisierung: 22.09.2010
Das Jahr 2010 bringt wesentliche Neuerungen bei der Kennzeichnung und beim Bestandsregister von Schafen und Ziegen mit sich:
So wird für Schafe und Ziegen, die nach dem 31.12. 2009 geboren sind, die elektronische Kennzeichnung verpflichtend eingeführt.
D.h. an Stelle der bisher üblichen Einzeltierkennzeichnung von Tieren mit zwei gelben Ohrmarken tritt die Kennzeichnung mit einem elektronischen Kennzeichen (Transponder-Ohrmarke, Transponder-Bolus, Transponder-Fesselband, Transponder-Implantat) und einer konventionellen Ohrmarke; beide Kennzeichen tragen dieselbe Einzeltiernummer.
Dies betrifft Tiere, die zur Zucht, für den innergemeinschaftlichen Handel oder die Ausfuhr nach Drittländern bestimmt sind.
Hinweis!
Schafe und Ziegen, die vor dem 01.01.2010 geboren sind, müssen nicht ummarkiert werden; ein Lesegerät für elektronische Kennzeichen ist nicht zwingend erforderlich.
Und … für Tiere, die zur Schlachtung in Deutschland vorgesehen sind und nicht älter als ein Jahr werden, kann weiterhin die Kennzeichnung mit einer Bestandsohrmarke (weiß) verwendet werden.
Zusammen mit der elektronischen Kennzeichnung kommt auch ein zusätzliches Blatt im Bestandsregister.
Auf diesem Blatt „C“(Angaben zu im Betrieb geborenen und/oder verendeten Schafen und Ziegen) ist zu vermerken, wann welche Einzeltiernummer an welches Tier vergeben wird, wann ein Tier den Bestand endgültig verlässt, welches Ersatzkennzeichen einem Tier bei Verlust des ursprünglichen vergeben wird.
Ein vollständiges Bestandsregister für 2010, sowie ein Merkblatt zur Kennzeichnung und Registrierung von Schafen und Ziegen, alle Bestellscheine für Kennzeichen und Zubehör und weitere Formulare und Informationen erhalten Sie beim
Landesverband Bayerischer Schafhalter e.V.
Haydnstr. 11
80336 München
Tel. 089-536226
Fax 089-5439543
Email LV.SchafeBY@t-online.de
Alle genannten Unterlagen stehen sofort nach Fertigstellung auch zum Herunterladen zur Verfügung.
Bitte beachten Sie, dass mit der notwendigen Änderung der nationalen Viehverkehrsverordnung erst im Februar 2010 gerechnet werden kann – Es kann sich dann durchaus noch einiges ändern! Wir rechnen vor allem bei den Ohrmarkengrössen und -formen und beim Bestandsregister mit Aktualisierungen.
Aktualisierung 08.01.2010

Shearwell Schlaufenohrmarke
Mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit wird die Schlaufenohrmarke mit Transponder von Hersteller Shearwell deutschlandweit und für alle Schaf- und Ziegenrassen zugelassen. Wir werden uns bemühen, auch diese Ohrmarken demnächst anbieten zu können.
Die Schlaufenohrmarke mit und ohne Transponder hat ein Gewicht von 1,6 g, die Schildgrösse beträgt 9×37 mm, der Abstand zwischen Dorn- und Lochteil beträgt 8,5 mm.
Nicht in die Viehverkehrsverordnung aufgenommen wird voraussichtlich der Wunsch aus Bayern, die Transponder-Ohrmarke generell am linken Ohr anzubringen, damit sie mit Lesegeräten schnell gefunden werden kann.
Die dringende Empfehlung, die Transponder-Ohrmarke am linken Ohr (in Blickrichtung des Tieres) anzubringen, wird aber aufrechterhalten.
Aktualisierung 10.02.2010
Zur Kennzeichnung von Schafen und Ziegen hatten die deutschen Landesverbände einen Fragenkatalog zusammengetragen und diesen über den Dachverband, die VDL, an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz weitergeleitet.
Die Antworten sind jetzt da!
Zum Studium legen Sie sich am besten das aktuelle Bestandsregister bereit.
Aktualisierung 12.02.2010
Der Bundesratsbeschluss ist jetzt da.
D.h. es ist jetzt einigermassen klar, was Sache ist.
In Sachen Ohrmarken:
Die beliebte OS ID-Transponderohrmarke kann momentan nicht angeboten werden, der Transponderdurchmesser ist um 2 mm zu klein – Die Zulassung in Bayern wird angestrebt.
Die bisher für kleine Schaf- und Ziegenrassen zugelassene TWIN-Ohrmarke (weiss) hat ihre Zulassung verloren – kleine Rassen gibt es nicht mehr.
Die Schlaufenohrmarke von shearwell ist generell zugelassen; in gelb, mit Transponder; nicht aber in weiss als Schlachtermarke. Wenn wir mit dem Lieferanten klar kommen, werden wir versuchen, die Marke auch in weiss in Bayern zuzulassen, damit shearwell-Anwender auch die Schlachtermarke dort bestellen können (eine Zange).
Die Firma Hauptner-Herberholz hat sich auf Betreiben eines grossen bayerischen Schafhalters auch wieder gemeldet. Sie bietet eine Ohrmarkenkombination an, mit Transponder im Dorn. Die Verhandlungen laufen noch.
Ich denke, dass wir bis Anfang März das endgültige Angebot zu Papier bringen können, vorausgesetzt die genannten Kennzeichenlieferanten können zu unseren Vorgaben liefern und das Ministerium lässt die genannten Kennzeichen zu.
Aktualisierung 01.03.2010
Der Entwurf einer angepassten Fassung des Merkblattes ist heute genehmigt – bei Fomularen ist die Neufassung eingestellt.
Aktualisierung 10.03.2010
Die Neufassung der Viehverkehrsverordnung ist da!
Aktualisierung 18.03.2010
Ab sofort kann die beliebte OS ID-Transponder-Ohrmarke wieder bestellt werden!
Aktualisierung 07.05.2010
Die Schlaufenohrmarke von Shearwell (Set Tag) ist ab sofort lieferbar!
Der entsprechende Bestellschein (… für Kennzeichnungs-Set Transponder-Ohrmarke/Ohrmarke) wurde aktuelisiert; ebenso der Bestellschein für Zangen und Boluseingeber, denn für diese Ohrmarken ist eine spezielle Zange erforderlich; einen Umbausatz für Caisley-Zangen gibt es nicht.
Aktualisierung 22.09.2010
Neues Kennzeichnungssystem für Herdbuchzüchter!
Aus dem Rundschreiben 1/2010 vom August 2010 der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht e.V. an ihre Mitglieder:
Einführung eines eigenen Betriebsnummernsystems für Zuchttiere
Es ist uns gelungen für Herdbuchtiere einen eigenen Nummernsatz innerhalb des VVVO-Nummernsystems reservieren zu lassen, um zukünftig für bayerische Zuchtschafe nicht zwei getrennte Nummernsysteme (VVVO- und Herdbuchnummer) führen zu müssen.
Beispiel:
Vorderseite: DE 0109 9 176 0001 (vier Stellen groß gedruckt auf der Ohrmarke)
Die Nummer setzt sich zusammen aus: DE = Deutschland 01 = Schaf und Ziege 09 = Bayern 9 = Kennzeichnung für bayerische Herdbuchtiere 176 = bisherige Betriebsnummer der Zuchtbetriebe, z.B. 176= Schleich 0001 = laufende Herdbuchnummer (alle Betriebe beginnen bei 1)
Vorteil: – offizielle Nummer nach VVVO – die ersten 10 Stellen bleiben immer gleich – geringe Fehlerquote bei Ablesen und Eingabe der Nummern – die Nummern sind sofort einem Betrieb zuzuordnen – Verwandtschaftsbeziehungen sind erkenntlich – passt in das bundesweite Nummernsystem von VVVO und OviCap – die Rückseite der visuellen Ohrmarke wird mit dem Logo der BHG und dem Züchterzeichen bedruckt werden.
Die Ohrmarken werden von einem Hersteller und zwar von Gepe, Farchant bezogen. Mit dieser Firma wurden bisher gute Erfahrungen gemacht. Die Bestellung läuft über den LKV München, da der Landesverband Bayerischer Schafhalter ab nächstem Jahr die Zuständigkeit an den LKV abgeben muss. Für kleinohrige Zuchtrassen wird es keine kleinen Ohrmarken geben, da der Gesetzgeber diese nicht mehr zulässt und die Schlaufenohrmarken aufgrund schlechter Lesbarkeit für Zuchttiere ungeeignet sind.
In der Anlage finden Sie das neue Bestellformular für ihre Zuchttiere. Sie erhalten die neuen Ohrmarken voraussichtlich im Oktober. Tiere, die den Betrieb zwischenzeitlich verlassen, können mit einer beliebigen elektronischen Ohrmarke gekennzeichnet werden. Das bisherige Herdbuchnummernsystem muss bis zur Umstellung auf das neue Nummernsystem weiterverwendet werden. Hierbei muss die Herdbuchnummer tätowiert werden oder auf der Rückseite der Ohrmarke aufgedruckt sein. Bereits bestellte elektronische Ohrmarken können dieses Jahr noch aufgebraucht werden oder in den nächsten Jahren für Tiere verwendet werden, die nicht in die Zucht gehen.
Die Bestellung der Ohrmarken wird aus Kostengründen zu festen Terminen vorgenommen, hierbei muss die Bestellung jeweils bis zum 10.1., 10.4., 10.7. oder 10.10. vorliegen, um den günstigen Preis von 1,70 Euro pro Set (visuelle Ohrmarke und Transponder-Ohrmarke) plus 4,50 Euro für den Versand zu erhalten (alles Nettopreise). Expressbestellungen kosten einen Aufschlag von 10 Euro pro Bestellung. Die Mindestbestellmenge umfasst 10 Sets, weiter geht es in 10-er Schritten. Die GEPE-Ohrmarkenzange kostet 11,60 Euro, der Umrüstdorn für Casley- und Allflexzangen wird dieses Jahr kostenlos mitgeschickt. Überprüfen Sie auf dem Bestellschein die Balis-Nummer oberhalb ihrer Adresse. Falls keine Balis-Nummer vorliegt, müssen sie diese unbedingt eintragen.
Nachbestellungen von ausgerissenen Ohrmarken (Bestellschein wird mit dem nächsten Rundschreiben verschickt) sind in der Herdbuchzucht bei Tieren notwendig, die bereits Nachkommen haben bzw. bei gekörten Zuchtböcken. Hierbei können die visuelle Ohrmarke und Transponder-Ohrmarke einzeln nachbestellt werden. Bei der Nachbestellung müssen Sie die vollständige VVVO-Nummer der ausgerissenen Ohrmarke angeben. Wenn Ohrmarken bei Jungtieren ausreißen, kann auch ein neues Set eingezogen werden. Dies muss aber schriftlich festgehalten werden.
Der LKV programmiert ein eigenes Programm, um Doppelungen von Nummern zu vermeiden, d.h. der Züchter bestellt eine bestimmte Anzahl Nummern und das Programm kennt die nächste folgende Nummer. Züchter mit mehreren Rassen müssen für jede Rasse getrennt bestellen (jeweils eigene Betriebsnummer). Die Milchschafzüchter bekommen zukünftig auch eine dreistellige Betriebsnummer zugeteilt. Die Züchter von Blauköpfigen Fleischschafen erhalten nun auch ein Züchterzeichen. Wichtig ist auch, dass VVVO-Ohrmarken auf keinen Fall untereinander getauscht werden können.
Die Kennzeichnung und Abstammungssicherung der Lämmer erfolgt wie bisher: entweder sie verwenden gleich den VVVO-Ohrmarkenset (empfehlenswert in kleineren Betrieben) oder sie tätowieren die Abstammungsnummer bzw. verwenden Lämmerohrmarken. Entscheidend ist die eindeutige Dokumentation und Zuordnung zum Muttertier.

Antworten des BMELV auf Fragen zur Kennzeichnung