Pinzgauer Kitz
Mit dem Pinzgauer Kitz versucht der Salzburger Landesverband für Schafe und Ziegen in Kooperation mit seinen Mitgliedsbetrieben seine Angebotspalette an Produkten von kleinen Wiederkäuern abzurunden.
Wie Schafe sind auch Ziegen sehr stark selektive Fresser, ein Verhalten welches sich auch in der Fleischqualität entsprechend wiederspiegelt. Die Aromen der bevorzugten feinen Gräser und Kräuter, aber auch Blätter und frische Zweige von Bäumen und Büschen machen Kitzfleisch zu einem einzigartigen kulinarischen Genuss. Letzteres bringt insbesondere in der Almhaltung einen weiteren Vorteil mit sich. Zunehmende Verbuschung der Hochweideflächen fordert seitens der Almbetreiber kontinuierliche Pflegemaßnahmen, welche durch die Beweidung mit Ziegen jedoch stark eingeschränkt werden könnten.
Auf Grund des niedrigen Kalorien und Cholesteriengehaltes findet diese Delikatesse ganzjährig großen Anklang bei gesundheitsbewussten Konsumenten.
Die Ziege, sprich das Muttertier, ist auf Grund ihres biologischen Zyklus nur saisonal (zu festgelegten Zeiten des Jahres) trächtig. Aus diesem Grund wächst die Angebotsform des Kitzfleisches mit voranschreitender Jahreszeit mit.
An erster Stelle steht das Milchkitz, welches vorzugsweise zu Ostern und Pfingsten den Weg auf den Mittagstisch findet. Milchkitze sind bis zu 5 Monate alt und werden, hauptsächlich mit Milch ernährt. Das Fleisch charakterisiert sich durch die ausgesprochen helle Farbe.
Die zweite Angebotsvariante ist das Almkitz, welches Tiere mit einem Alter von bis zu 10 Monaten sind. Dieses Fleisch ist durch den Verzehr von Gras, Heu und Blättern bereits saftig rot und lässt sich von Milchkitz gut unterscheiden. Die leichte Fettabdeckung fördert das Safthaltevermögen und macht Kitzfleisch zu einer interessanten Alternative in der Grillzeit.
